Nachdem ich vor einigen Jahren bereits einen Bericht über das Kompaktrad von I:SY geschrieben habe, folgt hier nun ein Bericht zum Faltrad von Brompton, dem G-Line Electric.
Warum ein Faltrad und warum das G-Line Electric
Wie ich schon in meinem Artikel zum I:SY Bike geschrieben habe, bin ich grundsätzlich ein Fan von dem I:SY eBike, allerdings ist der Transport in einem Auto doch mit Aufwand verbunden – zumindest wenn es die Größe vom einem Golf hat.
Dazu muss der Kofferraum leer sein, die Hutablage entfernt werden und die ganze Rückbank umgeklappt werden. Der Beifahrersitz muss auch nach vorne. Das Rad dann ins Auto zu bringen ist auch etwas aufwändig. Sicher wie viele Sachen eher ein Luxusproblem. Auf Reisen, wo der Kofferraum voll ist aber ebnen ein Problem es ohne Träger mitzunehmen und im Hotelzimmer macht es sich sicher auch nicht so gut. Hier hatte ich daher bisher einen E-Scooter als Ersatzlösung.
Warum das Brompton G-Line?
Ich habe mir unzählige Falträder näher angesehen. Viele schieden direkt aus, weil sie einfach nicht genug Tragkraft für mich und Gepäck hatten. Einige Bikes waren zwar mit bis zu 140KG angegeben, der Fahrer durfte dann aber trotzdem nur mit Gepäck 95 wiegen. Das Brompton hat da allerdings auch nicht so viel Luft. Es ist mit 130KG Gesamtgewicht angegeben, also bleiben rund 110KG für Fahrer und Gepäck. Für eher leichte Personen natürlich alles uninteressant und kein Kriterium.
In der engeren Auswahl war das Tern Vektron, UTO und Ahooga. Tern war eigentlich mein Favorit, da mit Riemenantrieb. Das Brompton war eigentlich schon raus, da der Akku nicht abschließbar ist. Tern schied dann doch aus, weil ich nirgends einen Händler zur Probefahrt gefunden hatte.
Das Ahooga bin ich auch probegefahren und es machte einen sehr guten Eindruck und ist auch einiges günstiger als das Brompton. Optisch hat es mir aber nicht so gefallen. Zudem vermute ich beim Brompton später einen besseren Wiederverkaufswert.

Welche Varianten gibt es vom Brompton G-Line Electric?
Zunächst gibt es die Farben Adventure Orange, Forest Green, Space Black und Traildust White unter denen man sich entscheiden muss.
Dann muss man sich zwischen 3 Größen entscheiden. Wichtig zu wissen ist, dass es hier nicht um den Rahmen geht. Es ist lediglich der Lenkervorbau der hier unterschiedlich ist sowie die Länge der Sattelstütze. Beim Lenker gibt es zudem noch eine City+ Version, bei der man eine aufrechtere Sitzposition hat.
Was zeichnet das Brompton G-Line Electric aus?
Zunächst einmal hat man ein Brompton Faltrad, was schon von der Erfahrung, dem Faltmechanismus und der Verarbeitung für sich sprechen soll. Da es mein erstes Brompton ist, kann ich selber dazu nichts sagen.
Unterschied zu den bisherigen Brompton sind die größeren 20 Zoll Reifen. Diese sollen das Brompton auch auf Feldwegen besser fahrbar machen, als die kleinen 16 Zoll Reifen.
Der Motor ist nicht wie bei Bosch etc. üblich als Mittelmotor ausgelegt, sondern nun im Hintergrad verbaut. Andere Brompton eBikes hatten auch mal vorne den Motor.
Beim Akku geht Brompton auch einen ganz eigenen Weg – dieser ist in einer Tasche verstaut, die vorne eingehängt wird. Bei den ersten Versionen müsste man jede Einstellung direkt an dem Akku vornehmen, also z.B. die Unterstützungsleistung einstellen. Glücklicherweise gibt es nun auch ein kleines Bedienelement links am Lenker, das auch weitere Infos wie Geschwindigkeit und Reichweite anzeigt.

Der Akku bzw. die Tasche ist wie bereits geschrieben von Haus aus nicht gesichert. Es gibt dazu kein Schloss. Idee von Brompton ist scheinbar, dass man die Tasche immer mit nimmt. Ansonsten muss man sich selber um eine Lösung bemühen. War wie gesagt zunächst für mich ein Grund es nicht zu kaufen. Dann habe ich aber überlegt wie oft es tatsächlich passiert, dass ich das Brompton Rad irgendwo anschließen will.

Zubehör zum Brompton G-LIne
Das Zubehörprogramm ist natürlich riesig. Ich habe mich zunächst für drei Sachen entschieden:
- Werkzeugset
- Spanngummis
- Transporttasche
Mein erstes Fazit zum Brompton G-Line Electric
Mein erstes Fazit fällt natürlich kurz nach dem Kauf noch sehr positiv aus. Das Packmaß isdt wie zu erwarten sehr kompakt, der Faltmechanismus ist einfach, aber man muss sich daran gewöhnen. Ebenso, dass es keinen Ständer gibt und die Einklappfunktion des hinteren Teils diese Funktion mit übernimmt. Super finde ich, dass man das Rad zusammengeklappt einfach mittels der Rollen schieben kann und nicht immer tragen muss.
Ich werde es in den nächsten Wochen mit auf eine Städtetour nehmen, wofür ich es auch gekauft hatte. Danach werde ich den Bericht ergänzen.

