Für alle Systeme gibt es unzählige Backuplösungen, die man natürlich auch problemlos für Fotos benutzen kann. Ich möchte hier auf ein paar Lösungen eingehen, die speziell für Fotos bzw. Fotografen ausgelegt sind.
Einige Lösungen sind bereits Bestandteil der gängigen Programme, andere Lösungen sind speziell auf Backups ausgerichtet.
Ich gehe hier zudem auf die Software ein und nicht auf die Strategie. Das man für wichtige Daten aus Kundenaufträgen im Idealfall neben dem Arbeitsmedium noch zwei Backups haben sollte und eins davon an einem getrennten Ort, hatte ich in einem anderen Artikel schon mal beschrieben.
Welche Anforderungen bestehen an diese Backuplösungen?
Hier die Anforderungen die mir wichtig sind bzw. die ich gern optional nutze:
- Backup in eine frei definierte Ordnerstruktur, die automatisch von der Software angelegt wird. Zum Beispiel nach Aufnahmedatum oder nach Jobname.
- Inkrementelles Backup. Also eine Prüfung, ob die Dateien schon mal gesichert wurden und das automatisch nur neue Dateien gesichert werden.
- Umbenennung der Dateinamen beim Backup. Dadurch kann dann der Inhalt leichter erkannt werden.
- Backup auf mehrere unterschiedliche Laufwerke oder Ordner.
- Optional Verifizierung der gesicherten Dateien
Lightroom Classic
Lightroom Classic bietet von Haus aus viele der oben genannten Möglichkeiten beim Import. Man kann Strukturen festlegen, Dateien umbenennen und mehrere Ziele für den Import wählen. Letztendlich gibt es wenig Gründe hier noch weitere Software zu nutzen, es sei denn, man möchte bestimmte zusätzliche Features haben oder sich nicht nur auf eine Software verlassen.
Photo Mechanic
Bietet ebenfalls über den Ingest Modus, was hier der Import von Fotos ist, viele der oben genannten Möglichkeiten. Das Programm ist sehr umfangreich und von dem User Interface nicht immer eingängig. Es ist aber gerade beim Einsatz von Metadaten und auch Ordnerstrukturen sehr mächtig. Zudem sehr schnell, wenn man auch eine Vorschau braucht.
Beautiful Backup Pro
Bisher meine bevorzugte Lösung, da günstig und extrem zuverlässig. Paar Funktionen wie Umbennnung der Files oder Verifizierung waren hier allerdings nicht enthalten. Inzwischen auch nach meinen Infos nicht mehr verfügbar.
“Normale” Backupprogramme oder manuelles Kopieren
Natürlich kann man auch normale Backupprogramme nutzen oder aber manuell kopieren. Es fehlt wann aber der Komfort, dass automatisch eine auf Basis der Fotos eine Ordnerstruktur angelegt wird.
Offshoot
Offshoot ist ein sehr spezielles Programm, um Videos und Fotos zu kopieren. Der große Unterschied zu dem Import von Lightroom und Photo Mechanic ist, dass jedes Fotos auf Fehler beim Import verifiziert wird.
Man wird also auf Fehler direkt beim Import hingewiesen und merkt dies u.U. nicht erst wenn man sich später die Fotos anschaut.
Offshoot ist leider nicht günstig und kostet je nach Version 169,- oder 249,- Euro.
Ob sich dieses Invest lohnt, muss jeder nach seinem Bedarf an Sicherheit und Workflow beurteilen. Wer sowieso alle Fotos durchschaut, bevor er Karten löscht, hat diesen Bedarf vermutlich weniger.
Wer viele wichtige Aufträge hat und ein Höchstmaß an Sicherheit haben möchte, sollte sich Offshoot einmal näher ansehen.
Was bei mir aktuell nicht gut funktioniert ist die Erkennung von Duplikaten, wenn diese von zwei unterschiedlichen Karten kommen. Also wie man es üblich bei zwei Kartenslots einstellt. Hier kläre ich gerade, ob es an mir liegt oder dem Programm. Leider ist der Supporet da nicht so schnell mit Antworten, wie ich es mir vorstelle.
ShotPut Pro
Hatte ich mir nur kurz angesehen. Soll ähnlich wie Offshoot sein, hat sich mir aber in der Testversion nicht ganz erschlossen, daher habe ich den Test abgebrochen.

