Seit heute bietet DxO die Version 2 der NIK Collection an. Nach Übernahme der NIK Collection von DxO gab es bisher nur eine stabilisierte Version und Support. Die Version 2 bietet nun auch neue Funktionen.

So sind weitere Voreinstellungen hinzugekommen sowie die Serie “En Vogue”. Zudem sollen hochauflösende (HiDPI) Bildschirme unter Windows unterstützt werden.

Die NIK Collection 2 wird jetzt zusammen mit PhotoLab 2.3 ESSENTIAL Edition ausgeliefert, damit auch die RAW Konvertierung und Bearbeitung dabei ist. PhotoLab selber bietet schon länger die aus der NIK Collection bekannte U-Point Technologie. In PhotoLab können die NIK Plug-Ins nun direkt per Schaltfläche aufgerufen werden. Soweit ich sehen konnte, können die Fotos aber auch hier nur als TIF oder JPG an die NIK Collection übergeben werden, wie auch bei Lightroom, wobei hier auch das PSD-Format möglich ist  Die Einstellungen auf RAW Basis müssen also wie bei anderen Programmen vorher erfolgen und die NIK Collection selber bietet nach wie vor keine RAW Unterstützung.

Der Preis der NIK Collection inkl. PhotoLab ESSENTIAL Edition ist ggü. der bisherigen Version ohne PhotoLab deutlich gestiegen. Anstatt bisher 69,- kostet die NIK Collection 2 nun 149,- Euro bzw. bis 30.6. als Angebot 99,-.  Ein Updateangebot gibt es auch:  59,99 Euro bis zum 30.6.19 und danach 79,- Euro.

Meine Meinung

Wer Interesse an der PhotoLab 2.3 ESSENTIAL Edition hat, für den ist der Preis sicher sehr interessant (Achtung: Fuji RAW Files werden nach wie vor nicht unterstützt).

Wer jedoch bereits seit Jahren einen anderen RAW Konverter nutzt und keine Probleme mit den alten NIK Filtern hat, dem wird vermutlich den Sprung von der alten kostenlosen NIK Collection zur DxO Version nochmals schwerer fallen. Ebenso werden alle Fuji X Fotografen sicher ebenfalls nur schwer den Sprung zur Version 2 machen, denn DxO PhotoLab unterstützt keine Fuji RAW Files und ist somit aktuell wertlos in dem Paket. Letztendlich bezieht sich das Update, neben der HiDPI Unterstützung,  vorwiegend auf neue vorgefertigte Presets.

Ich kann verstehen, dass DxO seine Software PhotoLab mit der NIK Collection weiter verbreiten will. Ob das so wirklich funktioniert? Ich habe da meine Zweifel.

Aus den genannten Gründen würde mir auf jeden Fall eine Version ohne PhotoLab wünschen, die wieder zu einem deutlich günstiheren Preis angeboten wird. Auch wenn die NIK Filter sicher ihr Geld wert sind, steht die DxO Version immer noch mit der kostenlosen Version in Konkurrenz, die sich von den Funktionen nicht wesentlich unterscheidet.

Ich werde die neue Version in den nächsten Tagen ausprobieren und darüber berichten.

Weitere Infos auf der Webseite von DxO