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DxO PureRAW - erste Erfahrungen

Von Andreas am 3. Juli 2022
DxO bietet mit PureRAW eine AI Software, die RAWs optimal auf die Weiterverarbeitung vorbereiten soll. Hier mein erster Eindruck.

DxO ist für mich vor allem durch die Übermnahme und Weiterführung der legendären NIK Filter bekannt und geschätzt.

Ich muss aber gestehen, dass ich deren Software PhotoLabs nie genutzt habe, da ich mit Lightroom zufrieden bin.

Nun hat DxO genau diesen Ansatz mit PureRAW gewählt, also Nutzer anderer Software anzusprechen und PureRAW als Ergänzung anzubieten. Die Funktionalitäten von PureRAW sollen auch komplett in Photolab vorhanden sein.

Was bietet DxO PureRaw?

PureRAW soll wie schon gesagt dem eigentlichen Workflow in Lightroom oder Photoshop vorgeschaltet werden. Profitieren soll man hier zum Einen von den Objektivkorrekturen zu denen DxO wohl eine wirklich gute Datenbank hat. Kern ist aber eine AI, die zu beseren Ergebnissen führen soll was Schärfe und Rauschverhalten angeht. DxO geht hier einen ähnlichen Weg wie Topaz, die für beides zwei Programme ebenfalls auf AI Basis anbieten.

Wie sehen die Ergebnisse von PureRAW aus?

Da die Software und auch die AI laufend verändert wird, muss man sagen das die Ergebnisse immer eine Momentaufnahme sind. Zudem hängt es natürlich von den eigenen Fotos und Vorlieben ab, was ein gutes Foto ausmacht.

Es macht daher in jedem Fall Sinn sich selber über die Testversion ein Bild zu machen. Man sollte hier auch wirklich mit den originalen RAW Dateien arbeiten. Ich habe bei Fotos mit dem Adobe DNG Converter keine Probleme festgestellt, auch nicht mit komprimierten DNG. Bei mit RAWSie komprimierten DNGs gibt es Probleme mit grellen Lichtern, wenn diese dann in Lightroom runtergeregelt werden, gibt es deutlich sichtbare Farbveränderungen.

Das DNG, das von PureRAW generiert wird größer, es hat meist Faktor 2 zum ursprünglichen RAW. Das trifft aber auch auf andere AI Software wie die von Topaz zu, wo die Dateien oftmals noch größer werden. Es ist daher nicht unbedingt sinnvoll alle RAWs mit PureRAW zu bearbeiten, sondern nur wirklich die man gezielt entwicklen will.

Ich habe hier mal einen Vergleich von zwei Bildern erstellt, die ich jeweils normal in Lightroom berabeitet habe und einmla zuvor in PureRAW konvertiert habe. Das Foto von der AIDA hat ISO 2.000 und das von der Millerntorwache ISO 100

Original RAW
Original RAW
RAW mit PureRAW bearbeitet
RAW mit PureRAW bearbeitet
Millerntorwache
Millerntorwache
Millertorwache mit PureRAW
Millertorwache mit PureRAW

Mein erstes Fazit

Bei normalen Aufnahmen mit niedrigem ISO wie die oben gezeigte Millerntorwache stelle ich kaum Unterschiede fest. Mag sein, dass es bei einigen Objektiven zu einer besseren Korrektur führt, aber sonst sehe ich da wenig Gründe den Weg über PureRAW zu gehen.

Bei Aufnahmen mit höheren ISO-Werten kann es aber schon ganz hilfreich sein über PureRAW zu gehen. Die Ergebnisse sehen meist besser aus, als eine einfache Bearbeitung in Lightroom und wirken trotzdem nicht zu sehr übertrieben, wie teilweise in anderer Software.

Ich werde voraussichtlich in den nächsten Tagen noch einen Vergleich zu den NIK Filtern und Topaz machen.

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