Die NIK Collection steht seit vielen Jahren für ein hochwertiges Set an Filtern bzw. Plugins für u.a. Lightroom und Photoshop.

Zuerst war NIK ein eigenständiges Unternehmen und die Filter wurden für mehrere hundert Euro angeboten und waren somit teilweise deutlich teurer als Lightroom oder andere Programme, in denen man sie eingesetzt hat. Dann wurde NIK bzw. die Collection von Google übernommen und deutlich günstiger angeboten – ich meine so um die 140 Euro, einige Zeit später dann sogar völlig kostenlos. Das war zunächst natürlich positiv, wenn man bedenkt, dass die Filter vorher mal über 300 Euro gekostet haben.

Eine echte Weiterentwicklung hat aber nicht mehr stattgefunden und vor einiger Zeit hat Google dann auch bekannt gegeben, die Betreuung ganz einzustellen.

Inzwischen hat die Firma DxO die NIK Collection übernommen und bietet diese unter dem gleichen Namen mit dem Zusatz “by DxO” an.  Die Collection ist in deren Software PhotoLab integriert worden, wird aber auch weiterhin auch eigenständig zu 69,- Euro angeboten.

Über die NIK Collection

Den Umfang der NIK Collection hier vorzustellen würde den Rahmen sprengen, dazu gibt es auch genug Artikel im Netz. Die Collection besteht aus mehreren Modulen wie Silver Efex für die monochrome Bildbearbeitung, Color Efex für Farbkorrekturen sowie Dfine, Sharpener, HDR Efex, Analog Efex und Viveza. Besonderheit aller Module ist die U Point Technologie, mit der man sehr leicht Korrekturen auf bestimmte Bildbereiche anwenden kann, ohne Masken o.ä. setzen zu müssen.

Lohnt sich der Umstieg für Nutzer der alten NIK Version?

Das hängt etwas davon ab, wie problemlos die alte Version bei einem läuft.  Nach Angaben von DxO wurde derzeit nur die technische Basis erneuert, um sicherzustellen, dass die NIK Collection auch auf aktuellen Rechnern und Systemen läuft. Funktionale Änderungen oder Neuerungen gibt es daher derzeit nicht.

Das konnte ich auch bei meinem Test feststellen. Gefühlt läuft die DxO Version etwas performanter, mag aber auch Einbildung sein. Man kann nicht beide Versionen parallel betreiben, daher ist der Vergleich schwierig.

DxO bietet aber eine 30 Tage Testversion an, wobei man sicher stellen sollte, im Zweifel eine alte Installationsdatei zu haben, denn die Installation wird wie geschrieben von der neuen DxO Version überschrieben.

Wer also bisher keine Probelem mit der alten Version hat, für den gibt es funktional keinen Grund umzusteigen. Lediglich das Honorieren, dass diese wirklich gute Collection nicht eingestellt und evtl. sogar weiterentwickelt wird, könnte ein Grund sein die neue Version bereits jetzt zu erwerben und DxO somit schon mal ein paar “Vorschusslorbeeren” zu geben.

Wer mit der alten Version technische Probleme hat, der sollze auf jeden Fall mal die neue Version von DxO ausprobieren.

Update Juni 2019

Inzwischen ist die Version 2 der NIK Collection by DxO verfügbar. Hier geht’s zum Artikel dazu