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Rawsie - erste praktische Erfahrungen

Von Blog am 4. Oktober 2021
Seit ein paar Tagen setze ich Rawsie ein, ein Tool um Raw Dateien zu komprimieren. Hier meine ersten Erfahrungen.

Wie schon in meinem anderen Artikel geschrieben, ist Rawsie ein Tool, dass RAW Dateien um bis zu 80% reduziert. In Konkurrenz steht Rawsie dabei zu dem Adobe DNG Converter, der im lossy Modus zu ähnlichen Reduzierungen kommt und bei dem man auch nur sehr schwer eine Veränderung zum Original RAW sieht.

Was der Adobe DNG Converter bietet und ob dieser besser oder schlechter als Rawsie ist, habe ich schon im anderen Artikel behandelt bzw. sollte jeder versuchen selber zu klären. Rawsie selber sieht technische Vorteile ggü. der lossy Komprimierung des Adobe DNG Converters - in der Praxis ist das schwer zu prüfen. Zudem unterstützt Rawsie im Gegensatz zum Adobe DNG Converter nur bestimmte Kameras.

Trotz diesen offensichtlichen Nachteile habe ich mich entschlossen Rawsie dauerhaft eine Chance zu geben und habe mir die Vollversion gekauft. Hier nun meine ersten Erfahrungen.

Nachteil bei verschiedenen Herstellern oder Kamera Modellen

Einer der größten Nachteile von Rawsie ist aus meiner Sicht, dass nur bestimmter RAW Formate bzw. Kamera Modelle unterstützt werden. Nicht mal alle RAWs eines Herstellers werden unterstützt - man muss also vor dem Kauf genau auf die unterstützten Modelle achten.

Das führt natürlich auch in der Praxis zu einem nicht optimalen Workflow, wenn ich verschiedene Kameras einsetze von denen nicht alle unterstützt werden. Es bleiben daher immer die RAWs übrig, die nicht unterstützt werden, für die man sich dann eine andere Lösung überlegen muss - entweder so belassen oder diese dann per Adobe DNG Converter komprimieren.

Praktischer Einsatz mittels Lightroom Katalog

Rawsie bietet die Möglichkeit einen Lightroom Katalog einzulesen. Hier werden dann alle Verzeichnisse aufgelistet und man kann auswählen welche man davon komprimiert haben möchte. Rawsie legt dabei zwangsweise eine Sicherungskopie der original RAW Dateien an, den Ort kann man bestimmen. Eine Verknüpfung der komprimierten DNG Dateien in den Katalog erfolgt automatisch. Alle nicht unterstützen Dateien bleiben außen vor.

In der Praxis klappt das soweit ganz gut, wobei ich immer wieder mal festgestellt habe, dass sich Rawsie auch mal aufgehängt hat. Den Grund dafür konnte ich nicht ermitteln, evtl. werden nicht verfügbare Ordner nicht sauber behandelt bzw. übersprungen, sodass sich Rawsie dann aufhängt. An der Anzahl der Dateien scheint es nicht zu liegen.

Files per Drag und Drop komprimieren

Die Möglichkeit Dateien einfach per Verzeichnisauswahl zu komprimieren läuft im Prinzip ähnlich wie beim Lightroom Katalog. Man kann hier auch wählen, wo Original und komprimierte Version gespeichert werden soll und Optinional können die Files auch einem Lightroom katalog zugeordnet werden.

Mein Fazit

Mal losgelöst von der Fragestellung, ob Rawsie einen Vorteil bei der Komprimierung bietet, funktioniert der Workflow bei unterstützten Kameramodellen aus meiner Sicht ganz gut - wie geschrieben hängt es sich auch ab und zu mal auf.. Das Rawsie zwangsweise Kopien der originalen RAWs anlegt würde ich mir zwar lieber optional wünschen, aber aktuell gehe ich den Weg mir zur Sicherheit noch die Originale abzuspeichern.

Wenn man mit mehreren Kameramodellen arbeitet, von denen einige nicht von Rawsie unterstützt werden, wird es schon komplizierter. Hier muss man sich dann wie schon geschrieben für die nicht unterstützen RAWs eine andere Lösung heranziehen - zwei Lösungen sollte man sich gut überlegen.

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