Der oder die ExpoDisc ist schon recht lange am Markt und ich wollte ihn schon immer mal ausprobieren, ob er tatsächlich einen Mehrwert in der Praxis bietet.

In diesem Artikel möchte ich zunächst auf die Basis und die ersten Erfahrungen eingehen und werde den Artikle dann um weiere praktische Erfahrungen ergänzen.

Der ExpoDisc Filter wird in 2 Größen angeboten, mit 77mm und 82mm, es reicht aber ihn direkt vor das Objektiv zu halten, sodass auch geringere Filtergewinde damit nutzbar sind. Preis liegt bei rund 50 Euro.

Geliefert wird der ExpoDisc Filter mit einer Tasche, einer Anleitung und zusätzlichen Portrait Warming Filters.

Wie wird der ExpoDisc Filter eingesetzt?

Wie schon gesagt wird er vor das Objektiv gesetzt. Die Besonderheit ist, dass man wie bei einem Belichtungsmesser die Position des Motives einnehmen muss und so das auf das Motiv einfallende Licht misst. Bei einer Graukarte misst man das reflektierte Licht und fotografiert in Richting des Motivs – bei der ExpoDisc umgekehrt!

Wie der benutzerdefinierte Weißabgleich eingestellt wird, hängt etwas von der Kamera ab und sollte einmal im Handbuch nachgelesen werden. In der Regel macht man das Referenzfoto und wählt dieses für den Weißabgleich aus. mal geht das in einem Menuschritt, mal in Extraschritten.

Es bietet sich aber meist an, für das Referenzfoto auf den manuellen Fokus umzuschalten, da der AF bei der weißen Fläche der Filters sonst nicht greift. Zudem sollte auch auf eine richtige Belichtung geachtet werden, was aber in den Halbautomatiken geben sein sollte, sonst manuell einstellen.

Damit wäre der Weißabgleich auch schon erledigt

ExpoDisc zur Belichtungsmessung?

Eine weitere Möglichkeit der ExpoDisc ist, dass man damit im manuellen Modus eine Belichtunsgmessung vornehmen kann. dazu geht man wie beim Weißabgleich vor und hält den Filter vor das Objaktiv – wieder in Position des Motives. Im manuellen Modus stellt man sich nun Blende, Belichtungszeit und ISO so ein, dass die Belichtung stimmt – kann man bei vielen Kameras gut an den Balken für Über und Unterbelichtung sehen, wenn diese in der Mitte stehen.

Bei meinen ersten Test entsprachen die Ergebnisse einen etwa hellere Belicvhtung, als die Mehrfeldmessung der Kamera das macht. Im Vergleich zu einem Belichtungsmesser, waren die Ergebnisse aber nahezu identisch.

Wie ist der praktische Nutzen?

Ich habe lange gezögert den ExpoDisc zu kaufen, da der praktische Nutzen sich mir nicht unbedingt erschlossen hat. Natürlich bekomme ich mit dem ExpoDisc einen technisch einwandfreien Weißabgleich, wenn ich den Filter richtig einsetze. Der ist auch für bestimmte Bereiche der Fotografie enorm wichtig, wobei dort vermutlich generell auch mit farbverbindlichen Referenzen gearbeitet wird.

Zur Bildgestaltung und Bearbeitung bei Portraits und anderen Aufnahmen gehört aber oftmals auch den Weißabgleich an den eigenen Stil anzupassen. Wenn ich einen technisch einwandfreien Weißabgleich habe, muss mir dieser ja nicht zwangsweise gefallen.

Auch die optimale Belichtung, die sich evtl. um eine halbe bis eine Blende zur Messung der Kamera unterscheidet, halte ich bei den aktuellen Sensoren nicht mehr für so wichtig. Oftmals belichtet man ja bewusst etwas weniger.

Ich werde den ExpoDisc in nächster Zeit öfters mal einsetzen und prüfen, ob meine kritische Meinung zum praktischen Nutzen gerechtfertig ist.

Hier ein kurzer Vergleich verschiedener Aufnahmen

Aufnahme mit Mehrfeldbelichtungsmessung der Kamera und Automatischem Weißabgleich

Aufnahme mit AWB

Aufnahme mit AWB

Weißabgleich mit dem ExpoDisc Filter

Aufnahme mit ExpoDisc Weißabgleich

Aufnahme mit ExpoDisc Weißabgleich

Weißabgleich und Einstellung der Belichtung mit dem ExpoDisc Filter

Aufnahme mit ExpoDisc Weißabgleich und Belichtung

Aufnahme mit ExpoDisc Weißabgleich und Belichtung

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