Der Umstand, dass an der Canon EOS R keiner meiner bisherigen Wechselanschlusse wie Eddyconnection von Eddycam oder der QIK:Strap passen, hat mich auf die Suche nach einer Alternative gewungen. Um es klar zu stellen, normale Kameragurte gehen natürlich auch an der EOS R, auch die von Eddycam. Mir geht es aber um die Möglichkeit einen Gurt schnell zu wechseln bzw. abzunehmen und da passen z.B. die Eddyconnections nicht. Man könnte sicher versuchen mit etwas Kraftaufwand doch eine Öse anzubringen, aber so richtig optimal erschien mir das nicht. Zudem gibt es natürlich die Möglichkeit Gurte zu nutzen, die an der Stativschraube befestigt werden, wie die Sun Sniper.

Im Kopf hatte ich direkt die Anschlüsse von Peak Design. Die standen zwar bisher nie auf meiner Kaufliste, weil ich die anderen Varianten einfach schöner fand. Nach kurzer Suche und einigen Empfehlungen in Fotogruppen führte aber doch kein Weg an Peak Design vorbei, zumal der Preis mit unter 60 Euro vertretbar erschien.

Warum Peak Design?

Mir war aus mehreren Berichten bekannt, dass Peak Design sein eigenes System an Schnellanschlüssen hat. Hier wird einfach ein Band durch die Halterung an der Kamera gezogen, an dessen Ende ein rundes Stück aus Plastik ist, das in den eigentlich Gurt eingeklinkt wird.

Peak Design Anchor
Peak Design Anchor

Erster Eindruck

Seit in paar Tagen habe ich nun den Peak Design slide lite da. Die  Befestigungen an der Kamera heißen hier Peak Design Anchors. Die bestehen aus einer Schlaufe, an der ein rundes Stück Plastik  befestigt ist. Das Band besteht laut Anleitung aus drei Lagen und soll eine Tragkraft von über 90 KG haben, was für jede Kamera reichen sollte 😉

Neben dem Gurt werden zwei Anchors und zudem ein Ersatz-Anchor sowie einer mit Befestigung für die Stativschraube mitgeliefert.

Die Befestigung ist denkbar einfach, einfach das Band mit dem “Anchor” mit einer Schlaufe einhängen. Bei anderen Kameras mit nur sehr kleinen Ösen, muss vorher ein Ring eingezogen werden. Der “Anchor” wird dann einfach an den Gurt eingeklickt.

Der Gurt selber mach vom Material etwas den Eindruck eines Sicherheitsgurtes aus dem Auto. Die Längeneinstellung funktioniert problemlos, sodass der Gurt um den Hals, crossover oder über die Schulter getragen werden. Zudem besteht die Möglickeit die Befestigung zu variiren. Sokann neben der Standardbefestigung an den beiden Gurtschlaufen z.B. eine oder beide Befestigungen an der Stativschraube vorgenommen werden.

Wem der Peak Desgn Gurt nicht gefällt, der hat die Möglichkeit nur die Anchors zu nutzen und diese mit einem anderen Gurt zu verbinden. Dazu gibt es als extra Zubehör Anchors mit den Aufnahmestücken zu kaufen, an denen dann ein “normaler Gurt” befestigt werden kann – also z.B. auch einer von Eddycam.

Erstes Fazit

Der Gurt macht funktional einen sehr guten und durchdachten Eindruck und ist sehr flexibel in der Anwendung. Zudem bietet er hohe Tragkraft mit einem schnellem Wechselsystem. Optisch finde ich ihn jetzt nicht so stark, aber das ist natürlich Geschmackssache. Die Anschlüsse und die Verstellungen des Gurtes sind im Vergleich zu anderen Systemen massiver, was sich insbesondere bei voller Länge auswirkt, da Anschluss für die Anchor uns Längenverstellung dicht zusammen sind.

Bequemlichkeit und Handhabung im täglichen Einsatz wird sich erst in einigen Wochen zeigen. Ich werde dann ein entsprechenden Update hier schreiben.