Canon EOS R vs Canon EOS R6

By Andreas on 4. Dezember 2020
Unentschlossen, ob Canon EOS R vs Canon EOS R6 die richtige Wahl ist? Hier mein Vergleich zwischen der alten und neuen DSLM von Canon.

Die Canon EOS R ist schon einige Zeit auf dem Markt und Canons erster Schritt in den KB DSLM Markt. Bereits beim Start gab es Kritik an einigen Punkten, die ich aus meiner Sicht schon in meinem Review zur Canon EOS R geschrieben hatte. Dazu gehörte der fehlende Joystick und zweite Kartenslot. Der Sensor der EOS R stammt aus der 5D Mark IV und ist sicher gut, aber in einigen Punkten nicht gleichwertig mit aktuellen Sensoren anderer Hersteller. Zudem war Canon zu Zeiten der EOS R noch nicht so weit einen IBIS anzubieten, der bei einigen anderen Anbietern schon fast Standard war. Einige Canon Händler haben all diese Punkte damals als unnötig angesehen und die EOS R für perfekt gehalten - scheinbar hat Canon hingegen aber die Notwendigkeit dieser Punkte erkannt und nun in den aktuellen Modellen umgesetzt.

Vor einiger Zeit wurden daher die Canon EOS R5 und R6 auf den Markt gebracht. In diesem Vergleich beschränke ich mich aber auf die R6, da die auch preislich noch einigermaßen Nahe bei der EOS R liegt, auch wenn jetzt zum Black Friday der Unterschied über 1.000 Euro beträgt - was dann nicht mehr so ganz nah ist ;)

Veränderungen bei der Canon R6 zur EOS R

Die viel diskutierte und auch kristisierte Touchbar der EOS R ist nun wieder einem Joystick gewichen. Die EOS R6 hat nun auch einen Slot für eine zweite SD Karte, was sicher gerade Hochzeitsfotografen zu schätzen wissen und für mich in der Preisklasse auch zum Standard gehört. Der Sensor der R6 stammt aus der 1D Mark III und hat lediglich 20MP, was in sachen Geschwindigkeit und Rauschen Vorteile bringen soll. Auch über die 20 MP wurden sehr viel diskutiert. Ich denke für viele Einsatzzwecke sollte das ausreichend sein, würde mir selber auch auch mehr wünschen.

Geschwindigkeit und vor allem auch der Autofokus wurden tatsächlich nochmal deutlich verbessert, auch wenn Canon da bei der EOS R6 schon viel durch Firmwareupdates verbessern konnte. Neben dem Eye AF für Menschen funktioniert er nun bei der R6 auch bei Tieren. Zudem greift der Autofocus bei sehr schlechten Licht auch noch, wo er bei der EOS R bereits versagt - das bezieht sich aber wirklich auf fast komplett dunkle Situationen. Bei hektischen Momenten, zum Beispiel bei Gratulationen bei Hochzeiten, hatte ich bei der R immer das Gefühl, dass sie da im Gegensatz zu meiner alten 5D Mark IV vom AF etwas überfordert war. Ob das nun mit der Canon EOS 6 besser geworden ist, werde ich erst im nächsten Jahr wissen.

Von der Bedienung und den Elementen gibt es aber auch deutliche Unterschiede. Das Kopfdisplay und die Modetaste sind jetzt wieder einem klassischen Wahlrad gewichen, diese Sachen wurden nur in die R5 übernommen. Das Kopfdisplay hätte ich gern behalten, aber das Wahlrad sehe ich nicht als Nachteil, ich denke es geht oftmals sogar schneller als Mode+Drehrad, aber auch dazu habe ich schon ganz andere Meinungen gelesen, dan das Moderad auch mit einer Hand bedient werden kann, ws mit dem Wahlrad nicht geht.

Die Wippe ist einem Drehrad gewichen, wie man es auch von der 5D kennt und das Q-Menu liegt nun wieder auf einer extra Taste. Vielleicht Gewöhnungssache, ich mag die Wippe lieber und sie bietet die Möglichkeit die Tasten zu belegen. Geblieben ist der An- und Ausschalter als Drehrad auf der linken Seite, was für mich immer noch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Die Anordnung einiger Knöpfe hat sich zudem geändert und es sind auch welche hinzugekommen.

Fazit zum Vergleich der EOS R und R6

Viele Funktionen der R6 hätte man sich schon bei der EOS R gewünscht, da war Canon leider noch nicht so weit. Auch jetzt wäre mir eine eine EOS R mit Stabi, zwei Slots und Joystick und optimierten AF noch lieber, als die EOS R6. Die 20MP reichen zwar für sehr viele Sachen aus und viele Fotos landen mit niedriger Auflösung im Internet. Trotzdem bleibt der Wunsch nach etwas mehr Spielraum bei der Auflösung und da ist die neue R5 zum einen sehr teuer und auch nicht gut verfügbar.

Bischen mehr hätte ich mit bei der EOS R6 beim Dynamikumfang gewünscht. Sie ist da sicher besser als die EOS R, aber aus meiner Sicht eher etwas unterhalb der auch nicht mehr wirklich neuen Sony A7 III.

Mir fällt es etwas schwer eine ganz klare Empfehlung zur EOS R6 auszusprechen, wenn ich mir den Preisunterschied zu einer EOS R und auch Sony A7 III ansehe, der bei über 1.000 Euro liegt.

Die Bildqualität unterscheidet sich bei normalen Bedingungen nicht groß und auch der Autofokus ist bei der EOS R nicht schlecht. Bleiben vor allem Zwei Slots braucht auch nicht jeder.

Hier denke ich muss jeder nochmal sehr tief in sich gehen, ob er bereit ist die Vorteile mit dem derzeitigen Preisunterschied zu bezahlen oder gff. darauf hofft, dass sich diese Preise bald auch ein paar hundert Euro nach unten bewegen.

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