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Mein Bericht zur Fuji X-T1

Von Andreas am 19. März 2016
Ich habe mir die Fuji X-T1 vor rund einem Jahr im Angebot gekauft und nutze sie seitdem  regelmäßig und gebe ihr inzwischen meist den Vorzug vor meinen „großen“ Canon Kameras.

Was bietet die Fuji?
Die Fuji X-T1 ist eine Systemkamera. Sie bietet die Möglichkeit wie bei einer Spiegelreflexkamera die Objektive zu wechseln, hat aber im Gegensatz zur Spiegelreflexkamera keinen Spiegel.

Das hat den Vorteil, dass die Kamera im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera deutlich kompakter ist. Sie hat dadurch aber u.a. auch keinen optischen, sondern einen digitalen Sucher. Die X-T1 ist zudem etwas im Retro-Look aufgebaut, sodass viele Einstellungen wie ISO, Belichtungszeit und Belichtungskorrektur über Drehräder erfolgen. Das ist zunächst etwas ungewohnt, lernt man aber schnell zu schätzen.

Zu dem Body bietet Fuji eine ganze Reihe an passenden Fujinon Objektiven, die preislich von sehr günstigen Varianten bis hin zu Preisen wie man sie bei den Canon L Linsen kennt reicht. Die preislich günstige XC Serie der Objektive ist jedoch sehr überschaubar. Deutlich umfangreicher ist die XF Serie, die sowohl hochwertige Festbrennweiten, als auch Zoom-Objektive bietet

Anders als man es vielleicht bei vielen Kameras gewohnt ist, wird die Blende meist direkt am Objektiv eingestellt. Auch die Blendenautomatik wird direkt am Objektiv eingestellt.

Was sind die Vorteile der Fuji X-T1?
Die beste Kamera ist die, die man dabei hat. Was nutzt eine noch so gute Kamera, wenn man sie im entscheidenen Moment nicht hat. Seine Vollformat Ausrüstung mit den entsprechenden Objektiven nimmt man selten auf gut Glück mit, es sei denn man ist sehr leidensfähig. Eine kleine hochwertige Kompaktkamera wie die RX100 macht auch klasse Fotos, ist aber z.B. in Sachen Brennweite begrenzt.
Die Fuji liegt nun zwischen diesen beiden extremen. Die Kamera mit Objektiven wiegt ca. ein Drittel einer gleichen Ausrüstung einer Spiegelreflexkamera.

Zudem bietet sie eine ausgesprochen hohe Bildqualität, die mit sehr vielen Spiegelreflexkameras mithalten kann oder sogar deutlich besser ist.

Wo viel Licht ist, gibt es auch etwas Schatten
Natürlich gib es auch Nachteile: 
Der Autofocus ist nicht immer so schnell, wie bei guten Spiegelreflexkameras. Einen einfachen IF-Fernauslöser vermisse ich.
Wenn man manuell arbeiten will, sind die Einstellungen bei der Belichtungszeit etwas gewöhnungsbedürftig.
In Lightroom gibt es keine passenden Objektivkorrekturen

Wie sieht meine Ausrüstung aus?
Mit der folgenden Ausrüstung komme ich mit der Fuji X-T1 bestens zurecht, wenn es um Landschaft, Stadt- und Architekturaufnahmen geht.
An der Kamera habe ich einen einen sehr einfachen L-Winkel, der um die 30 Euro gekostet hat. So kann ich auf dem Stativ bequem im Hoch und Querformat fotografieren. In den Blitzschuh habe ich eine Wasserwaage für ca. 3 Euro eingefügt, da die interne Wasserwaage nur eine Achse hat.

Als Objektive habe ich das XF 10-24, das XF 18-55 und das XC 50-230. Insbesondere das XC 55-230 begeistert mich. Es wird einem oft neu für nicht mal 150 Euro angeboten und mach trotz des etwas klapprigen Eindrucks klasse Fotos. Zudem ist es für ein Tele extrem leicht.

Hier ein Foto, dass ich mit dem XC 50-230 Freihand aufgenommen habe.

Sonnenuntergang am Hamburger Hafen
Sonnenuntergang am Hamburger Hafen

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