Pünktlich zum Start der RX100 Mark VII teste ich nun das Vorgängermodell, die Mark VI 😉 Ich denke aber es lässt sich einiges von der RX100 VI auf die neue RX100 VII übertragen, denn die Mark VII soll vor allem in Sachen Geschwindigkeit und AutoFokus noch einmal zugelegt haben. Zudem ist die Mark VI nun im Preis teilweise unter 1.000 Euro gefallen, sodass man nochmal überlegen kann, ob es die Mark VII zu rund 1.300 Euro sein muss.

Bisher reichte mir immer die alte RX100 Mark III, da sich in Sachen Bildqualität bei den Nachfolgern nicht viel verändert hat. Der Autofokus ist zweifelsohne besser geworden und es hat sich gerade im Videobereich was getan. Der Videobereich ist für mich wie immer nicht relevant, daher gehe ich auf die Kaufgründe in diesem Bereich hier nicht weiter ein.

Sony ist mit seiner RX100 Serie schon sehr lange der Platzhirsch im Bereich der 1 Zoll Kompaktkameras. Wie auch bei den Bridgekameras mit der FZ Serie, gibt es seitens Panasonic mit der TZ Serie eine Alternative, die auch preislich etwas günstiger liegt als die aktuellen RX100 Modelle.

Ich hatte schon vor längerer Zeit mal die RX100III mit der TZ202 vergleichen, wobei das natürlich von der Ausrichtung nicht ganz passte eine Super-Zoom-Kamera wie die TZ202 mit 24-360mm mit den 24-70mm der RX1000III zu vergleichen.

Ich werde daher später den Vergleich zwischen TZ202 un der RX100 VI nochmal machen, nun aber zunächst nur zur RX100 VI

Zur RX100 Mark VI

Vom reinen Aufbau ändert sich bei den RX100 Modellen immer sehr wenig bzw. man nimmt die Änderungen eigentlich gar nicht war. Im Detail sind die Verbesserungen der bisherigen Modelle natürlich auch in die Mark VI eingeflossen.

Kernunterschied zu allen anderen Modellen ist aber die Brennweite. Während die allerersten RX100 Modelle noch eine Brennweite bis 105mm hatten, war für alle nachfolgenden Modelle bei 70mm Brennweite Schluss – Brennweite immer umgerechnet auf Kleinbild.

Die RX100 VI hat nun erstmals einen neuen Brennweitenbereich von 24-200 mm, also im Telebereich 130mm mehr als bisher. Ich finde das sehr interessant und war für mich auch der einzige Grund mich für ein Nachfolgemodell meiner RX100 III zu interessieren.

Die 130mm gibt es aber leider nicht ohne Einschränkungen, man “erkauft” sich diese Brennweite zwangsweise durch den Verlust an Lichtstärke. Die bisherigen RX Modelle haben eine Blende von 1.8-2.8, die Mark VI liegt bei 2.8-4,5, wobei die 2.8 wirklich nur bei 24mm vorhanden sind und springen dann sehr schnell nach oben, sodass man bei ungefähr 50mm Brennweite schon bei Blende 4 ist.

Man verliert also im Brennweitenbereich der bisherigen RX100 Modelle bereits rund eine Blende an Licht. Das wirkt sich auf die Freistellmöglichkeiten aus, die ich bei 1 Zoll Kameras persönlich nicht so entscheidend finde, da ich für Portraits etc. zu anderen Kameras greifen würde. Ich lese immer wieder, dass auch die Freistellmöglichkeiten an der RX geschätzt werden.

Entscheidener ist aber sicher bei schlechteren Lichtverhältnissen den ISO-Wert niedriger zu halten. Der Unterschied einer Blende bedeutet, ob ich mit ISO 1.600 oder ISO 3.200 fotografieren kann, was sich bei dem kleinen Sensor schon sehr stark auswirkt – nicht nur auf das Beispiel bezogen, sondern auch bei anderen ISO-Werten. Zudem erfordert mehr Brennweite kürzere Verschlusszeiten, was das Problem nochmal verstärkt.

Handhabung

Da sich an der Größe grundsätzlich nichts geändert hat, bleibt das Handling wie bei den anderen Modellen. Durch die wirklich sehr kompakte Größe, gibt es natürlich Abstriche in der Griffigkeit und Bedienung. Es gibt keinen festen Halt an der Kamera bzw. dieser muss wenn extra angebracht werden. Die Bedienelemente sind entsprechend klein. Trotzdem finde ich, kommt man mit der RX100 gut zurecht. Ich nutze meist die Originaltasche von Sony. Diese gibt zwar nicht mehr Halt, aber etwas mehr Sicherheit durch den Gurt.

Bildqualität

Von der Bildqualität muss man aus meiner Sicht erfreulicherweise trotz des größeren Brennweitenbereiches  kaum Abstriche ggü. den bisherigen Modellen machen. Somit bleibt auch die RX100 VI für mich erste Wahl von der Bildqualität bei den Kompaktkameras mit 1 Zoll Sensor.

Fazit

Ich empfinde die zusätzliche Brennweite als echten Mehrwert. Leider erkauft man sich diese mit weniger Lichtstärke, was technisch auch nichts anders geht. Es bleibt also diue Entscheidung zwischen mehr Lichtstärke, wie es die vorherigen Versionen III-V der RX100 bieten oder aber der Verzicht auf rund eine Blende Lichtstärke und dafür mehr Brennweite.

Diese Entscheidung muss jeder für sich treffen. Ich persönlich bin eher bei mehr Brennweite, allerdings habe ich die RX100 auch sehr oft parallel mit einer Fuji X100F dabei.