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Kurztest Sigma 12-24 F4 DG HSM ART

By Andreas on 21. Februar 2021
Mein Kurztest zum Sigma 12-24 F4 ART mit Schwerpunkt der Nutzung per Sigma MC-11 an einer Sony Kamera.

Schon sehr lange stand das Sigma 12-24 Art auf meiner Wunschliste, da es eine bezahlbare Alternative zum, Canon EF 11-24 ist. Ein Angebot bei Saturn ließ mich dann schwach werden und ich habe es bestellt.

Es sollte sowohl an meinen Canon Kameras, als auch an der Sony A7RIII zum Einsatz kommen. Mittels Sigma MC-11 Adapter funktionierten da bisher inbesondere die Sigma Objektive mit Canon Mount super.

Erster Eindruck und Verarbeitung

Das Sigma 12-24 F4 ist ein echter Brocken, wie einige der Sigma Objektive aus der ART Reihe. Sowohl vom Volumen, als auch vom Gewicht. Mein Canon TS-E 17 wirkt dagegen fast klein und leicht, obwohl das bisher mein "Platzfresser" war.

An der Verarbeitung gibt es wie üblich bei der ART Serie wenig auszusetzen. Die Gegenlichtblende ist - wie bei diesen Ultraweitwinkelobjektiven mit einer extrem gekrümmten Linse üblich - fest verbaut.

Die Große Schutzkappe wird einfach aufgesteckt, scheint aber zunächst trotzdem gut zu halten.

Erster Praxiseinsatz an der Sony A7RIII mit MC-11 Adapter

Da ich aktuell Architektur vorwiegend mit der Sony A7RIII fotografiere habe ich das Sigma zuerst auch hier verwendet und wie üblich mit dem MC-11 adaptiert. Das klappt wie schon geschrieben besonders bei Sigma Objektiven eigentlich super und der Autofokus ist fast wie ein nativer. Große Ansprüche gibt es bei Architektur an den Autofokus aber nicht, sodass bisher auch alle Canon Objektive mit dem MC-11 gut funktionierten.

Beim Sigma 12-24 ART ist es leider anders. Ich dachte zunächst es ist defekt. Der Autofokus hat selbst bei einfachen Motiven nur nach viel "Pumpen" gegriffen und abends bei beleuchteter Architektur meist gar nicht mehr.

Dachte dann, dass sowohl dem MC-11, als auch dem Sigma 12-24 einfach ein Firmware Update fehlen. Leider hat auch das keine Verbesserung gebracht.

An einer Canon funktioniert es hingegen einwandfrei vom Autofokus, auch an einer R mit Canon Adapter - nur am Randbereich braucht der Autofokus länger. Habe inzwischen auch von anderen Nutzern gehört, dass es an der Sony mit Adapter mit AF kaum nutzbar ist, zumindest wenn das Licht etwas schlechter ist.

Für mich relevant, wer nur Canon nutzt, der hat hier keine Einschränkungen.

Praktischer Einsatz und Bildqualität

Was die Bildqualität angeht, habe ich leider keinen Vergleich zu einem Canon 11-24. Ich habe aber andere Objektive z.B. an APS-C, die den gleichen Brennweitenbereich abdecken und das TS-E mit 11mm Bildkreis.

Ich habe keinen intensiven Test über alle Brennweiten gemacht, sondern einfach ein paar Motive fotografiert und das parallen auch mit anderen Objektiven.

In der Bildmitte gefällt mit die Schärfe gut, am Rand wird sie aber sichtbar schwächer beo Offenblende, auch im Vergleich zu anderen Objektiven in diesem Brennweitenbereich. Das sieht man aber erst, wenn man in die Bereiche reinzoomt und trifft auf viele Ultraweitwinkelobjektive zu. Sobald man weiter abblendet wird die Bildqualität sichtbar besser, kommt aber an einige Weitwinkelobjketive wie dem EF 16-35 nicht ganz ran.

Was mir im pratktischen Einsatz ggü. dem TS-E 17 fehlt ist tatsächlich Brennweite nach oben. Wo ich mit dem TS-E problemlos ein Motiv im Querformat raufbekomme muss ich beim 12-24 ins Hochformat wechseln oder einen anderen Standort wählen. Das betrifft natürlich vorwiegend die Höhe, zu den Seiten und nach unten hat das 12-24 mehr Raum.

Hier ein Vergleich der Bildausschnitte

Größenvergleich mit anderen Weitwinkelobjektiven

Hier ein Größenvergleich des Sigma 12-24 ART zum Canon TS-E 17 sowie dem Canon 16-35 F4

Sigma 12-24 vs TS-E 17 vs EF 16-35
Sigma 12-24 vs TS-E 17 vs EF 16-35

Mein Fazit

Für mich war relevant, dass das Objektiv sowohl an Canon Mount, als auch an der Sony mit Sigma MC-11 gut funktioniert. Das ist für mich einer der Gründe auch bevorzugt mal zu Sigma zu greifen. Das mag nur für wenige zutreffen, aber wer es auch an der Sony nutzen will, muss berücksichtigen, dass der AF derzeit kaum nutzbar ist, zumindest bei schlechten Lichtverhältnissen. Mag sich ggf. mal durch ein Firmware-Update ändern, aber das Objektiv ist eigentlich schon lange auf dem Markt. Sigma Support meint auch, der AF müsste am MC-11 gut funktionieren.

An der Canon funktioniert der Autofokus hingegen sehr gut. Hier ist das 12-24 sicher eine Alternative zum wesentlich teureren Canon EF 11-24. Es hat aus meiner Sicht ein paar Schwächen besonders am Randbereich und bei Offenblende, ich weiß allerdings nicht, ob das Canon hier sichtbar besser wäre. Hingegen scheint 1mm mehr Brenn weite schon spürbar zu sein.

Ich persönlich finde das TS-E 17 immer noch besser. Das ist sicher nicht so schnell, da man es manuell auch vion der Belichtung beim Shiften einstellen muss, aber an einer DSLM ist es auch sehr gut ohne Stativ nutzbar und die 11mm Bildkreis merkt man gerade bei Architektur schon positiv.

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