Bisher habe ich die Canon EOS R ausschließlich mit adaptierten EF Objektiven genutzt. Der Ausblick auf zukünftige R Bodies war bisher ziemlich undurchsichtig. Inzwischen verdichten sich die Informationen, dass es im ersten Halbjahr ein oder zwei neue EOS R Modelle geben wird, die dann hoffentlich die Erwartungen erfüllen, die nicht nur ich habe.

Zum Canon RF 24-105 F4 L

Das Objektiv ist ein bekannter Allrounder, den es natürlich auch schon als EF Variante gab und das sogar schon in zwei Versionen. Auch viele andere Hersteller haben Objektive mit diesem diese Brennweitebereich im Programm, wie gearde Fuji mit einem 16-80 auf APS-C Basis.   Die erste Version hatte ich vor vielen Jahren schon einmal und habe es verkauft, nachdem ich mir irgendwann das 24-70 2.8 gekauft habe. Bis dahin war ich mit dem Objektiv aber ganz zufrieden, da es einen breitem Bereich abdeckt.

Preislich liegt das Canon RF 24-105 ohne Cashback bei rund 1.100-1.200,- je nach Anbieter. Damit ist es aktuell glaube ich immer noch das zweitgünstigste RF Objektiv – alle anderen liegen weit über 2.000,- Euro, außer das 35mm 1.8 Macro IS.

Das RF 24-105 macht einen gut verarbeiteten Eindruck, wie man es von einem OBjektiv in der Preisklasse erwarten kann. Es bietet neben den Schaltern für AF/MF und Stabilizer auch eine Schalter zum feststellen des Zoom beim Transport, wie es ihn schon lange bei Canon Objektiven gibt.

Wie ist die Bildqualität?

Ich habe das Canon RF 24-105 bisher nur kurz mkit dem Canon EF 24-70 28 verglichen. Weitere Vergleiche folgen. dabei habe ich keinen Testaufbau gemacht, sondern einfach verschieden Motive mit gleicher Brennweite und Blende fotografiert und mir die Ergebnisse angesehen.

Im direkten Vergleich bei jeweils Blende 4.0 und 5.6 macht das RF 24-105 bei vielen Brennweiten einen etwas besseren Eindruck, als das EF 24-70. Beim Reinzoomen ins Bild wird dies im Brennweitenbereich von 35-70mm meist etwas Schärfer bei dem RF.

Der Bereich um 24 mm fällt der Unterschied nicht so positiv aus, bezogen auf die guten Ergebnisse bei den anderen Brennweiten. Hier ist nur an den Rändern etwas mehr Schärfe im Details zu sehen, dafür aber einene deutlich stärkere Vignettierung.

Im Telebereich vielen mir die chromatischen Aberationen negativ aus, die stärker als erwartet waren.

Erstes Fazit

Das Objketiv macht einen guten Eindruck und bietet in vielen Brennweitenbereichen eine gute Bildqualität. Der Weitwinkelbereich ist jedoch nicht ganz so stark und dort muss man ein paar leichte Abstriche machen.  Die Vignettierung bekommt man aber schnell mit Lichtroom korrigiert. Im Telebereich vielen die chromatischen Aberationen etwas stark aus, wenngleich man dieses auch in LR ganz gut korrigiert bekommt.

Letztendlich ist ein Objektiv mit einem so breiten Brennweitenbereich immer ein Kompromiss, der hier aber aber moderat ausfällt.

Beispielfotos

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