Meine diesjährige Motorrad-Tour führte mich nach Kroatien. In Sachen Fotografie habe ich dieses Mal nicht viele Fotos mitgebracht, aber vielleicht hilft die Tourbeschreibungen trotzdem bei der eigenen Planung.

Zunächst ging es wieder mit dem Autozug der ÖBB nach Wien. Dieses Mal im Schlafwagen – dieser hat noch weniger Platz als ein Liegewagen, aber man liegt tatsächlich besser und ist max zu dritt im Abteil.

Von Wien ging es dann über die Autobahn bis nach Klagenfurt und von dort über den Loiblpass nach Ljubljana und von dort nach Rijeka in Kroatien.

In der Nähe Opatija, genau in Ičići, haben wir dann auf dem Campingplatz “Camping “Opatija” die erste Nacht verbracht. Der Campingplatz ist relativ einfach ausgestattet und bietet auch keine Einkaufsmöglichkeit oder Restaurant.

Blick von Ičići auf Rijeka

Blick von Ičići auf Rijeka

Wenige hundert Meter entfernt gibt es jedoch einen Kozum zum Einkaufen und zwei Restaurants. Der dort vorhandene Geldautomat hatte ziemlich schlechte Kurse. Wir waren im Fischrestaurant Lučica direkt am Meer. Auch dieses ist eher einfach, man bestellt Fisch und Beilagen einzeln und der Wein wird per Eiswürfel im Glas gekühlt- geschmacklich war der Fisch aber lecker.

Am nächsten Morgen ging es durch die Berge nach Brestova, um von der die Fähre nach Cres zu nehmen. Die Autoschlange war extrem lang, mit dem Motorrad kann man aber glücklicherweise nach ganz vorne fahren. Der Ticketverkauf findet in einem Häuschen an der Straße zur Fähre statt. Die Fähre führt nach Porozina auf Cres.

Bucht bei der Fähre nach Cres

Bucht bei der Fähre nach Cres

Insel Cres

Cres selber ist knapp 100 km lang. Was einem bei der Fahrt über die Insel auffällt sind die unzähligen Trockenmauern zur Abgrenzung und Schutz von Flächen. In Osor, einer den engsten Stellen der Insel haben wir kurz Pause gemacht

Hafen von Osor auf Cres

Hafen von Osor auf Cres

Weiter ging die Fahrt dann bis Veli Lošinj, wo dann auch das Ende ist, zwar nicht ganz der Insel, aber der Straßen. Da es schon gegen 15 Uhr war, stellte sich die Frage auf der Insel uzu bleiben oder wie ursprünglich geplant zurück bis nach Merag zu fahren, um dann die Fähre nach Krk zu nehmen.

Die Entscheidung viel dann aber doch darauf nur wenige Kilometer bis kurz hinter Mali Lošinj zu fahren, um einen Blick auf den Campingplatz Poljana zu werfen, insbesondere, ob dort eine Möglichkeit besteht im Meer zu baden.

Der Campingplatz ist ziemlich groß und bietet in der Bucht eine Bademöglichkeit. Die Preise der Stellplätze richten sind auch nach Lage zur Bucht. Der Boden auf dem Platz ist extrem hart und steinig, sodass man Probleme hat das Zelt zu befestigen.

Ansonsten ist es ein sehr gut ausgestatteter Campingplatz mit sehr neuen modernen sanitären Anlagen, einem Restaurant und Shop. Auf der anderen Seite vom Campingplatz befindet sich eine weitere Bucht mit Booten.

Bucht bei Mali Losinj auf Cres

Bucht bei Mali Losinj auf Cres

Am nächsten Tag ging es dann Richtung Merag um die Fähre nach Krk zu nehmen. Die Schlange auf der steilen Straße zur Fähre war wieder sehr voll, sodass man mit dem Moped wieder den Vorteil hatte direkt nach unten fahren zu können – nur der Ticketkauf an der steilen Straße ist etwas tricky.

Insel Krk

Auf Krk haben wir im Ort Krk direkt an einer Badebucht kurze Kaffeepause gemacht und sind dann bis Baska gefahren um die Insel dann über die Brücke zu verlassen – wenn man die Insel verlässt muss man auch keine Maut für die Brücke zahlen. Unterwegs haben wir uns verleiten lassen Honig einzukaufen. Hier sollte man die Preise vergleichen, denn es schwankt sehr strak zwischen 35 und 50 Kuna und ist nicht gerade günstig.

Wir sind dann weiter die Küstenstraße entlang gefahren an Crikvenica vorbei. Am Nachmittag haben wir wieder nach einem Campingplatz mit Bademöglichkeit gesucht, da wir am nächsten Tag Richtung Plitvička Jezera, also zu den Plitvitzer Seen wollten und hier auch etwas Zeit ohne Motorrad eingeplant haben. Leider war es gar nicht so einfach einen gut ausgestatteten Campingplatz zu finden. Camping Ujča sah im Internet passend aus.

Der Campingplatz liegt an einer schönen Bucht unterhalb der Küstenstraße. Der Weg zum Platz ist daher auch recht steil und die einzelnen Plätze sehr klein, sodass teilweise für zwei Mopeds und ein Zelt kaum Platz war. Einige Plätze können auch gar nicht direkt mit dem Fahrzeug erreicht werden. Sanitäre Anlagen waren sehr klein und eng, aber in Ordnung. Einkaufsmöglichkeiten gibt es keine, nur ein angeschlossenes Restaurant bzw. Bar mit ein paar Fast Food Gerichten. Für den Morgen kann man Brötchen bis 19 Uhr vorbestellen, hat man das versäumt gibt es nichts – wir hatten es versäumt 😉

Ansonsten ist die Stärke des Campingplatzes die Lage an der Bucht, in der man auch Baden kann.

Blick auf Krk

Blick auf Krk vom Camp Ujca

Plitvicer Seen

Am nächsten Tag ging es dann Richtung Plitvicer Seen, wobei das versäumte Frühstück in Zengg nachgeholt wurde. Um die Plitvicer Seen gibt es zwei größere Campingplätze. Wir haben uns für den Campingplatz Camp Borje entschieden, der knapp 20 Kilometer von den Plitvicer Seen entfernt liegt. Wir haben da kurz das Zelt aufgebaut und unsere Sachen deponiert und sind dann zu den Plitvicer Seen gefahren.

Wir haben gleich den ersten Parkplatz genommen und wollten zum großen Wasserfall. Im nachhinein bin ich nicht sicher, ob das eine gute Entscheidung war. Der Parkplatz war trotz Nebensaison, Nachmittag und Wochentag extrem voll – ich möchte nicht wissen wie es in der Hauptsaison am Wochenende da aussieht…

Der Weg vom Parkplatz zum ERingang des Parks dauert rund 15 Minuten. Wenn man unten am See ist kann man sich entscheiden eines der Schiffe zu nehmen – mit entsprechenden Wartezeiten – oder am See entlang zu den Wasserfällen zu gehen. Wir haben uns entschieden zu Fuß zugehen, was rund 3 km bis zum ersten Wasserfall sind, wenn man in Richtung des großen Wasserfalls geht. In der andern Richtung gibt es wohl auch Wasserfälle, die schneller zu erreichen sind.

Auch wenn wir uns die Seen noch etwas spektakulärer vorgestellt haben, war es schon einen Besuch wert. Das Wasser der Seen ist kristallklar und voller Fische und auch die Wasserfälle sind schon anzusehen. Wir haben zudem auch nur einen kleinen Teil gesehen, man kann sich dort problemlos einen ganzen Tag aufhalten.

Nationalpark Plitvicer Seen

Nationalpark Plitvicer Seen

 

Zurück auf dem Campingplatz haben wir in dem kleinen Shop vor dem Campingplatz eingekauft – Auswahl ist überschaubar. Abends haben wir uns dann auf das Restaurant gefreut, nachdem es im Camp Ujča schon sehr eingeschränkt leckeres Essen gab.

Als wir uns im Restaurant Borje etwas umgesehen hatten, waren wir uns nicht mehr so sicher, ob das Angebot uns da wirklich glücklich macht – es sah eher wie in einer Kantine aus, da man das Essen aus Alu-Töpfen wählen konnte. Wir entschlossen uns dann nochmal ein Stück die Hauptstraße entlang zu fahren, woe es ein Bistro gab. Dies war sehr gut besucht, was einen guten Eindruck machte. Wir wurden vom Essen auch nicht entäuscht, es war sehr lecker und das zu moderaten Preisen.

Slovenien

Am nächsten Tag mussten wir dann wieder Richtung Slovenien fahren, damit wir am übernächsten Tag pünktlich beim Autozug sind. Nach einen kurzen Abstecher nach Bihać in Bosnien und Herzegowina sind wir Richtung Karlovac gefahren und von dort anch einer kurzen Pause und einem Cappuccino. Von dort ging es zu einer schönen Strecke am Fluß Save entlang bis wir am späten Nachmittag in Celje angekommen waren, was ein ganz guter Ausgangspunkt war, um am nächsten Tag nach Wien zu fahren.

Hier ging wieder die Suche nach einem Campingplatz los und so viele Möglichkeiten gab es nicht. Für haben uns dann für Camping-Celje entschieden, der ein sehr kleiner Platz außerhalb von Celje sein sollte.

So war es auch, der Platz bestand aus einer Wiese hinter einer Bar mit Waschräumen. Essen bzw. was zum Grillen hatten wir uns vorher im Supermarkt besorgt, denn der Platz bietet diesbezüglich nichts. Man kann sich lediglich an der Bar Getränke kaufen zu den gleichen Preisen wie in der Bar selber. Ansonsten wird der Platz von einer sehr netten Familie geführt, nur die Waschräume könnten etwas größer sein.

Zurück nach Wien

Am letzten Tag ging es dann nach Österreich. Bei Dravograd sind wir über die Grenze um dann einer kleinen Bergstraße im Grenzgebiet zu folgen, die dann in die österreichische Weinstraße überging. Bei Leibnitz sind wir dann auf die Autobahn, um am Spätnachmittag in Wien zu sein, wo es dann abends zurück nach Hamburg ging.