Die diesjährige Motorrradtour ging in die Normandie. Ziele waren u.a. Le Mont Saint Michel. und die Küste bei Etretat.

Die Tour startete in Hamburg und sollte am ersten Tag in die Nähe von Gent gehen, also rund 600 km. Durch viele Baustellen und Staus auf der A1 kamen wir auch erst gegen 18 Uhr in die Nähe von Gent. Ein kurzer Blick auf Google Maps wegen Campingplätzen führte uns nach Donkmeer, da hier verschiedene Campingplätze eingezeichnet waren.

Wir haben uns letztendlich aufgrund der paar Google Bewertungen für das Camping Kloosterputten entschieden. Eine Rezeption sicht man hier vergebens, aber nette Camper waren sofort bemüht eine ebenfalls nette Dame zu suchen, die scheinbar den Campingplatz verwaltet. Diese hat uns einen schönen Platz am Teich zugewiesen. Es gab scheinbar auch keine weiteren Kurzzeitcamper dort, sodass wir den Bereich für uns hatten. Generell scheint der Platz auf Dauercamper mit Häusern ausgelegt zu sein. Die Waschhäuser sind sehr klein und akzeptabel. Einen Shop gibt es weder auf dem Campingplatz noch in fußläufiger Umgebung, dafür einige Restaurants. Im ‘t Zoetemeer haben wir sehr gut, wenn auch nicht günstig gegessen. Das Frühstück ist hingegen mangels Shop mit BRötchen sehr spärlich ausgefallen.

Die Tour sollte eigentlich von Gent direkt weiter nach Le Mont Saint Michel führen. Aufgrund der Wettrervorhersage haben wir uns aber entschlossen erst die Küste bei Etretat anzufahren und danach Le Mont Saint Michel.

Die Tour führte daher weiter nach Dieppe an die französische Küste. Nach einem kurzen Halt am Hafen ginbt es weiter Richtung Fécamp. In einem Bericht aus dem Tourenfahrer wurde hier von einem sehr schönen Campingplatz berichtet.

Das Camping De Reneville ist oben an den Klippen gelegen  und mn hat von seinem Zeltplatz meist einen tollen Blick auf das Meer. Zudem gibt es einen direkten Zugang nach unten zu den Restaurants und dem Strand.

Camping De Reneville in Fecamp

Camping De Reneville
Camping De Reneville

Trotz der nicht ganz so guten Bewertungen haben wir uns für das Le Reidroc entscheiden und wurden nicht enttäuscht. Wir hatten Muscheln und die waren fantastisch und zudem für 11 Euro eine riesige Portion – klare Emfehlung.

Das Frühstück gestaltete sich aber auch hier wieder schwierig 😉 Der Shop auf dem Campingplatz hatte ausgrechnet an dem Tag zu. Einen weiteren Shop gab es im Umkreis von 1,5 km nicht, sodass ich in jedem Hotel nach Croissants zum MItnehmen gefragt habe. Ein Hotel hat mit dann tatsächlich welche verkauft.

Impressionen von Fecamp

Etretat

In Etretat haben wir nur einen sehr kurzen Stop gemacht. Den Aufstieg auf eine der Klippen, von denen man sicher einen noch besseren Ausblick hat. Das Wetter war zudem nicht besonders gut.

Phare d’Antifer und Passeo De Bruneval

Nach Etretat haben wir zwei kurze Stops beim Phare d’Antifer und Passeo De Bruneval gemacht. Beim Leuchtturm von Antifer hat man einen Blick auf die Klippen und das Ölterminal von Le Havre.

In Bruneval gibt es eine scheinbar wenig besuchte Gedenkstätte.

Von Bruneval ging es über Le Havre Richtung Mont Saint Michel. Die fahrt über die Seine Brücke war dabei eine besoderes Erlebnis. Was nicht gleich klar wird, die Überfahrt ist für Mopeds kostenfrei.

Le Mont-Saint-Michel

Le Mont-Saint Michel sollte das entfernteste Ziel der Tour sein. Eigentlich waren hier zwei Tage eingeplant, aber da die Wettervorhersage für den nächsten Tag sehr schlecht war, haben wir uns entschieden noch am Abend den ersten Besuch zu machen. Ziel sollte eigentlich der Campingplatz Camping du Mont Saint-Michel sein, der sehr direkt am Le Mont-Saint Michel liegt. Gelandet sind wir durch das Navi bei einem vom Namen sehr ähnlichen Campingplatz, dem , Camping Saint Michel gelandet, der rund 9 km entfernt von Mont-Saint Michel entfernt liegt.

Bei der Rezeption gibt es einen kleinen Shop und eine kleine Bar/Cafe.

Was wir da nicht wussten ist, dass der gesamte Bereich um bzw. vor dem Mont-Saint Michel gesperrt ist und man nur mit einer Genehmigung bzw Code zum Campingplatz und den Hotels kommt. Ansonsten muss man auf dem riesigen Parkplätzen sein Auto und Motorrad abstellen. Im Preis der Parktickets ist ein Shuttle Bus inkludiert, der regelmäßig zum Mont-Saint Michel fährt. Der Preis von über 5 Euro für das Abstellen eines Motorrad ist auch schon heftig und ließ sich zudem nur per Karte begleichen.

Da wir schon recht spät da waren, hatte die Abtei bereits geschlossen. Innerhalb der kleinen Stadt am Mont-Saint Michel gibt es viele Geschäfte und Restaurant in den alten Gebäuden. Wir konnten uns leider nur einen kleinen Teil ansehen, aber es war wegen der fortgeschrittenen Zeit angenehm leer.

Aus meiner Sicht auf jeden Fall einen Besuch wert, wenngleich man tagsüber zur Hauptsaison sicher mit riesigen Menschenmassen rechnen muss.

Cap La Hague

Der Morgen auf dem Campingplatz  begrüßte uns mit ausgiebigen Landregen. Wir entschlossen uns daher nicht weiter in Mont-Saint-MIchel zu bleiben und dem Regen an der Küste entgegen zu fahren. Ziel war das Cap de la Haque. Kurz bevor man zum Cap de la Haque kommt, fährt man noch an einer riesigen und extrem gesicherten Industrieanlage vorbei. Eine kurze Recherche bestätigte die Vermutung, dass es die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ist.

Das Cap de la Haque hingegen ist wirklich sehr schon mit dem kleinen Hafen und dem im Meer vorgelagerten Leuchtturm.

Die Strecke an der Küste entlang bis nach Cherbourg ist zudem stellenweise sehr schön. Von dort ging es dann Richtung Vierville.

Vierville / Ohama Beach

Vierville und die Umgebung stehen ganz im Gedenken an die Landung der Allierten in der Normandie. Bei Viervielle ist der bekannteste Abschnitt Ohama Beach.

Direkt anbei gibt es den gleichnamigen Campingplatz Ohama Beach, von dem aus man direkten Zugang zum Strand hat. Der Campingplatz ist recht groß und ganz gut ausgestattet. Es gibt ein kleines Restaurant und Shop auf dem Platz. Das Restaurant hat einfaches Essen, das aber ganz schmackhaft war.

Unten am Strabd gibt es noch ein weiteres Restaurant mit nicht so guten Rezenssionen, weitere Restaurants sind dann erst in ca. 2 km verfügbar.

Seine / Paris

Auf dem Rückweg der Tour wollten wir noch einmal den Eiffelturm sehen. Daher führte die Tour von Vierville / Ohama Beach zunächst an die Seine. Wir hatten die Hoffnung eine Zeitlang an der Seine antlang fahren zu können und sind daher vor Vernon von der Autobahn abgefahren.

Wirklich schön und interessant war die Strecke aber nicht. Auch nicht wirklich dicht an die Seine ist man nur selten gekommen. An einer Stelle sind wir dann doch auf eine Masse an Touristen gestoßen, bei den Gärten von Monet.

Wir haben uns dann entschlossen doch nochmal ach Paris reinzufahren und wenn es auch nur für ein Foto vom Eiffelturm ist. Ausgesucht haben wir uns daher spontan den Campingplatz Camping de Paris.

Der Campingplatz bietet auch ein paar Stellen nur für Zelte, wobei man sicher im Zweifel auch einen Wohnmobilstellplatz nur mit einem Zelt belegen kann. Der Campingplatz ist gut ausgestattet mit Restaurant, Shop mit umfangreichen Angebot und einem Pendelbus zur nächsten Metro. Zudem kann man sich Fahrräder ausleihen.

Die sanitären Anlagen waren ok bzw. wegen der hohen Anzahl an Nutzern teilweise nicht wirklich sauber. Von der direkten Lage an der Seine hat man nicht viel, aus das Wissen, dass man in der Nähe liegt.

Am nächsten Tag haben wir dann wie geplant uns einmal zum Eiffelturm für ein Foto aufgemacht, was trotz der überschaubaren Luftlinie von 5 KM rund 20 Minuten dauert.

Die Fahrt von dort Richtung Autobahn hat sich dann so dargestellt, wie man sich die Fahrt in Paris vorstellt – leicht chaotisch. Auch den Kreisverkehr am Arc de Triomphe de l’Étoile haben wir versehentlich mitgenommen. Es hat insgesamt sehr lange gedauert durch Sperrungen und Unfälle die Stadt zu verlassen.

Die Weiterfahrt Richtung Deutschland stelle sich aber weitestgehend als problemlos dar. Ziel für den Tag war es bis in die Nähe von Köln zu kommen.

Letzte Station: Liblarer See Camping

Die Rückreise von Paris am Mittag führte uns gegen 18 Uhr in den Bereich bei Kerpen und Brühl. Eigentlich hatten wir uns aufgrund einiger Bewertungen bei Google den Campingplatz Heider Bergsee ausgesucht, sind dann aber doch vorher beim Camping am Liblarer See gelandet.

Der Campingplatz ist mit einem Strandbad komnbiniert am See und losgelöst vom Campingplatz gibt es eine kleine Gaststätte. Brötchen für den nächsten Tag können vorbestellt werden, einen richtigen Shop habe ich nicht gesehen.

Eigentlich alles in Ordnung. Sanitären Anlagen waren sehr sauber und gut, nur muss man für warmes Wasser überall Marken oder 10 Cent parat haben