Bei den Kamera-Gurten gibt es verschiedene Ansätze. Die meist den Kameras beiliegenden basieren auf einem Band, dass in der Mitte gepolstert ist. Die Bänder werden mit Ösen und Klemmen dann an der Kamera fixiert. Darauf basieren z.B. auch die Gurte von Eddycam, Compagnon oder Oberwerth, nur das hier die Polsterung aus hochwertigen Leder erfolgt und auch die restlichen Materialien hochwertiger sind, als bei den meist mitgelieferten Gurten.

Der zweite Ansatz ist, einen Gurt komplett aus Leder zu fertigen und die Befestigung an der Kamera mittels Ösen und Karabinern vorzunehmen. Das Prinzip ist bei den verschiedenen Anbietern ähnlich – der Ledergurt wird an der Kamera über die Öse gezogen und dann mit dem Karabiner befestigt, sodass das Leder die Kamera vor dem Karabiner schützt. Möglichkeit die Länge individuell einzustellen ist meist nicht gegeben.

Preise und Umsetzungen unterscheiden sich hingegen. Vorteil ist, dass diese Gurte meist eine hohe Tragfähigkeit haben, relativ kompakt sind und trotzdem schnell gewechselt werden können. Ausgelegt sind sie meist aber trotzdem für leichte Systemkameras. Nachteil ist, dass diese in der Länge meist nicht flexibel anpassbar sind und eine durchgängige Breite beim Leder haben, eine extra Polsterung über die Breite im Nacken ist meist nicht gegeben.

Der schnelle Wechsel war für mich der Ansatz einen dieser Gurte auszuprobieren und auch mit dem System von Eddycam zu vergleichen

Aufgrund positiver Bewertungen im Netz und dem moderaten Preis, habe ich mich für den QIK Strap von Oliver Kelkar entschieden. Dieser bietet den Gurt auf seiner Homepage in verschiedenen Farben und Längen an.

Der Karabiner wird anstatt mittels Leder mit einem geflochtenen Band befestigt, dessen Farbe man sich auch aussuchen kann.

Vor ein paar Tagen habe ich den Gurt bekommen, hier nun mein erster Eindruck:

Der Gurt wird sehr liebevoll verpackt mit einem Beutel, vier Ösenringen und einem Infoblatt geliefert. Man merkt direkt das viel Herzblut an dem Gurt hängt, der wie bei anderen Anbietern auch aus dem Versuch für sich selber den „perfekten“ Gurt zu entwickeln entstanden ist und nun auch anderen Interessenten zum Kauf angeboten wird.

Das Leder kann ich abschließend nicht beurteilen, weil es nicht mit dem meinem bisherigen Gurt von Eddycam vergleichbar ist. Zudem kann man fas Leder meist auch erst nach einiger Zeit der Benutzung wirklich beurteilen, wie geschmeidig das es wird. Ich werde dazu nochmal nach einiger Zeit der Nutzung ein Update schreiben. Zumal ich den Gurt bisher auch noch nicht im länger Einsatz hatte.

Fazit

Den perfekten Kameragurt, der alle Vorteile in sich vereint, habe ich bisher noch nicht gefunden. Die Entscheidung muss man also zunächst für das „Gurtsystem“ treffen und was einem dabei wichtig ist. Zudem spielt natürlich auch der Preis eine Rolle, den man bereit ist auszugeben.

Bei den Schnellwechselsystemen spielt immer auch der Sicherheitsgedanke eine große Rolle, denn letztendlich hängen oftmals mehrere tausend Euro an dem Gurt.

Naturgemäß kann ein schmaler Gurt von etwas mehr als 1cm nicht den gleichen Tragekomfort wie ein breiter gepolsteter Gurt von ca. 5cm bieten, dafür ist er wiederum kompakter.

Der QIK Strap ist aus meiner Sicht ein sehr gut verarbeiteter Kameragurt, der zu einem fairen Preis angeboten wird. Subjektiv macht die Karabinerhalterung einen sehr zuverlässigen Eindruck und der Wechsel geht schnell. Oliver Kelkar gibt die Tragkraft mit rund 20 Kilo pro Seite an, wobei der Gurt wie geschrieben eher für leichte Systemkameras gedacht ist und die Angabe unterstützt für mich den Sicherheitsgedanken .

Obwohl der Gurt schon in längeren Versionen verfügbar ist als bei anderen Anbietern, habe ich trotzdem einen Wunsch, den ich gleich an Oliver Kelkar geäußert habe: Ich wünsche mir den Gurt noch in einer längeren Ausführung. Das ist aber leider vom Material nicht möglich.

Der Gurt kann unter https://fotografie.kelkar.de/shop/ bestellt werden.